Ratgeber

Hebamme finden: So gehst du vor

Viele Regionen sind stark nachgefragt. Mit dieser kurzen Liste startest du früh und strukturiert – von der Suche bis zur Zusage.

  1. Recherche starten (Portale, Empfehlungen aus der Praxis/Umfeld)
  2. Kurze Standard-Anfrage vorbereiten (SSW/ET, Wohnort, gewünschte Betreuung)
  3. Mehrere Anfragen versenden und Rückmeldungen notieren
  4. Bei Zusage: schriftlich bestätigen und Kontaktdaten sichern

Häufige Fragen zum Thema Hebamme finden

Wann sollte ich eine Hebamme suchen?

Am besten beginnst du mit der Suche möglichst früh in der Schwangerschaft. Hebammen sind in vielen Regionen stark ausgelastet, sodass eine frühzeitige Anfrage die Chancen auf einen passenden Betreuungsplatz erhöht.

Brauche ich überhaupt eine Hebamme?

Eine Hebamme kann dich während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett begleiten und beraten. Welche Leistungen du in Anspruch nehmen möchtest, entscheidest du selbst. Auch bei einer unkomplizierten Schwangerschaft kann die Betreuung durch eine Hebamme eine wertvolle Unterstützung sein.

Wo finde ich eine Hebamme?

Hebammen findest du beispielsweise über Hebammenverzeichnisse, Hebammenpraxen, Geburtshäuser, Krankenhäuser oder Empfehlungen aus deinem persönlichen Umfeld. Auch deine gynäkologische Praxis kann dir möglicherweise Anlaufstellen in deiner Region nennen.

Welche Hebamme passt zu mir?

Das hängt von deinen persönlichen Wünschen ab. Überlege beispielsweise, ob du eine Hebamme für die Schwangerschaft, die Wochenbettbetreuung oder auch für die Geburtsbegleitung suchst. Auch Entfernung, Erreichbarkeit, angebotene Leistungen und persönliche Sympathie können bei der Auswahl eine Rolle spielen.

Was sollte ich eine Hebamme bei der ersten Anfrage fragen?

Frage am besten, ob sie in deinem errechneten Zeitraum Kapazitäten hat, welche Betreuung sie anbietet, in welchem Gebiet sie tätig ist und wie die Kontaktaufnahme im weiteren Verlauf erfolgt. So kannst du schnell feststellen, ob die Betreuung grundsätzlich zu deinen Vorstellungen passt.

Was sollte ich in einer Anfrage an eine Hebamme schreiben?

Nenne deinen Namen, deinen voraussichtlichen Geburtstermin, deinen Wohnort oder Stadtteil und kurz, welche Betreuung du suchst. Wenn du besondere Wünsche hast, kannst du diese ebenfalls erwähnen. Eine kurze und freundliche Anfrage reicht normalerweise aus.

Was kostet eine Hebamme?

Viele Leistungen der Hebammenhilfe werden in Deutschland von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Welche Leistungen übernommen werden und ob für bestimmte zusätzliche Angebote Kosten entstehen, solltest du direkt mit deiner Hebamme und deiner Krankenkasse klären.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Hebamme?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt grundsätzlich viele Leistungen der Hebammenhilfe rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Der genaue Leistungsumfang richtet sich nach den geltenden Regelungen. Bei privaten Krankenversicherungen hängt die Kostenübernahme vom jeweiligen Vertrag ab.

Kann ich auch mehrere Hebammen kontaktieren?

Ja. Gerade wenn Hebammen in deiner Region stark ausgelastet sind, ist es sinnvoll, mehrere Hebammen anzufragen. Sobald du eine Zusage für die gewünschte Betreuung hast, kannst du weitere Anfragen entsprechend zurückziehen.

Was mache ich, wenn ich keine Hebamme finde?

Wenn du keine Hebamme findest, solltest du deine Suche möglichst auf weitere Hebammenpraxen, Geburtshäuser und angrenzende Orte ausweiten. Auch deine gynäkologische Praxis, das örtliche Krankenhaus oder deine Krankenkasse können dir möglicherweise weitere Anlaufstellen nennen.

Kann ich eine Hebamme wechseln, wenn es nicht passt?

Wenn die Betreuung für dich nicht passt, kannst du das Gespräch mit deiner Hebamme suchen und gemeinsam nach einer Lösung schauen. Falls ein Wechsel notwendig ist, solltest du möglichst frühzeitig nach einer anderen Hebamme suchen und die weitere Betreuung organisieren.

Kann eine Hebamme auch nach der Geburt zu mir nach Hause kommen?

Ja. Hebammen können im Wochenbett Hausbesuche anbieten und dich beispielsweise bei der Versorgung deines Babys, der Rückbildung der Gebärmutter, beim Stillen oder bei Fragen rund um das Wochenbett unterstützen. Welche Betreuung angeboten wird, solltest du vorher mit der Hebamme besprechen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Beleghebamme und einer freiberuflichen Hebamme?

Eine freiberufliche Hebamme kann dich beispielsweise während der Schwangerschaft und im Wochenbett betreuen. Eine Beleghebamme arbeitet zusätzlich mit einer bestimmten Klinik zusammen und kann je nach Modell auch die Geburt dort begleiten. Welche Form der Betreuung möglich ist, hängt vom regionalen Angebot und den jeweiligen Vereinbarungen ab.

Kann eine Hebamme die Schwangerschaftsvorsorge übernehmen?

Hebammen dürfen bei einer unkomplizierten Schwangerschaft bestimmte Vorsorgeleistungen durchführen. Einige Untersuchungen und medizinische Fragestellungen gehören jedoch in die gynäkologische Betreuung. Hebamme und Frauenarzt können die Betreuung auch miteinander abstimmen.

Wie früh sollte ich mich für eine Wochenbettbetreuung anmelden?

Am besten kümmerst du dich bereits früh in der Schwangerschaft um eine Hebamme für das Wochenbett. Besonders in Regionen mit hoher Nachfrage können Betreuungsplätze schnell vergeben sein. Du kannst bei der Anfrage direkt angeben, dass du eine Wochenbettbetreuung suchst.

Was ist, wenn meine Hebamme während der Geburt nicht verfügbar ist?

Das hängt von der Art der Betreuung und den Vereinbarungen mit deiner Hebamme ab. Bei einer Beleghebamme kann beispielsweise eine Vertretungsregelung bestehen. Kläre deshalb bereits beim Kennenlernen, wie die Betreuung während Urlaub, Krankheit oder bei einer gleichzeitig stattfindenden Geburt geregelt ist.

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